Media Monday #282

Es ist Zeit für meinen Beitrag zum Media Monday #282. In den letzten Wochen habe ich mal wieder mehr Zeit als sonst mit Netflix, Amazon Instant Video und Co. verbracht, aber auch Computerspiele kamen nicht zu kurz.

1. Wenn es etwas gibt, was mich in meiner Kindheit/Jugend begleitet hat, dann sind das RollenspieleAngefangen hat alles mit den Pen and Paper Rollenspielen „Das Schwarze Auge“ und später dann „Dungeons and Dragons“. Fast jeden Samstag haben wir stundenlang zusammengesessen, Abenteuer erlebt und vor allem viel, viel über Filme, Serien, Computerspiele und Musik geredet. Manchmal zu dem Punkt, dass man nach vielen Stunden wieder heimgefahren ist, ohne auch nur einen Würfel in der Hand gehabt zu haben.

2. Edér ist eine wirklich vielschichtige Figur, die zeigt, dass auch in einer Fantasy Welt Religion nicht eindimensional sein mussEdér ist ein Begleiter im 2015 erschienenen Computer Rollenspiel Pillars of Eternity. Was ihn besonders macht ist, dass er nachvollziehbar macht, dass Glauben und Religion auch im Fantasy Genre nicht immer etwas mit Wundern und bereitgestellten Zaubern für die Priester zu tun haben muss. Er hält an einem toten Glauben fest, obwohl er deshalb ausgegrenzt und verfolgt wird. Denn auch wenn sein Gott tot ist, entwertet das doch die Erinnerungen an die Gemeinschaft und den Zusammenhalt nicht, die für Edér in seiner Kindheit prägend waren. Das Spiel schafft es, den Charakter und sein Glaubensverständnis greifbar zu machen und ein stimmiges Bild von einem in sich gefestigten Mann zu zeichnen, der in einer verrückt gewordenen Welt seine Idealen nicht verraten möchte. Ich erwische mich gerade dabei, dass ich hier noch mal so viel schreiben möchte, weil es eben nicht einfach ist einen echten bzw. echt wirkenden Menschen in so wenigen Worten zu erfassen.  

3. The Ranch konnte meine Erwartungen noch weit übertreffen, schließlich ist die Serie mehr als nur eine extrem witzige KomödieThe Ranch schafft es, im richtigen Moment zwischen Humor und ernsten Themen umzuschalten, ohne, dass einem das als Bruch vorkommt. Die Geschichte rund um eine Familie von Rinderfarmern hat meine Frau und mich einfach gefesselt und wir warten gespannt auf die nächste Staffel. Was der Serie außerdem gut tut, ist das Format. Jede „Staffel“ ist eigentlich eine zehn Folgen lange Episode. Hier wird nichts unnötig in die Länge gezogen (ich schaue dich an „How I Met Your Mother“). (Link)

4. Eine der stärksten Episoden von Top Gear ist das Burma Special aus 2014Als Abschluss der 21. Staffel von Top Gear sind die drei Moderatoren mehrere Wochen in klapprigen Lastwagen quer durch Burma (Myanmar) unterwegs. Wer mit dem typischen Top Gear Humor nichts anfangen kann, bewundert einfach die wunderschöne Natur Myanmars. (Link)

5. Doctor Who habe ich zwar erst spät für mich entdeckt, jedoch bin ich, sobald eine neue Staffel raus ist, nicht mehr vom Fernseher weg zu kriegenDoctor Who gibt es jetzt schon seit dem 23. November 1963(!) und in 2005 wurde die Serie nach zehn Jahren Pause wieder neu aufgelegt. Warum ein Außerirdischer, der in einer britischen Polizeibox durch Raum und Zeit reist, so ein Phänomen und mir trotzdem bis letztes Jahr entgangen ist, kann ich auch nicht genau sagen. Aber jeder, einfach JEDER, sollte mal ein paar Episoden gesehen haben. Bei meiner Frau und mir hat es fast eine Staffel gedauert uns auf die spezielle Erzählweise einer nicht amerikanischen Serie einzustellen. Mittlerweile sind wir Fans britischer Serien und Doctor Who steht ganz oben auf unserer ewigen Top Ten der besten Serien (ja, ganz oben).  

6. Wenn nächsten Freitag bei Netflix das Gilmore Girls Revival startet dann warten wir, bis alle Folgen erschienen sind und machen uns einen richtig schönen SonntagVor ein paar Monaten haben wir noch mal alle Folgen der alten Serie geschaut und eigentlich war diese mit der letzten Folge auch abgeschlossen. Ob die Fortsetzung es schafft, der Serie etwas sinnvoll hinzuzufügen oder ob es letztlich nur darum geht, mit Nostalgie Geld zu verdienen, wird sich bald zeigen.

7. Zuletzt habe ich mir die Serie The Expanse angesehen und das war eher Liebe auf den zweiten Blick, weil die Erzählgeschwindigkeit gerade am Anfang der Staffel doch sehr langsam ist und einige Konzepte des Settings nur unzureichend erklärt werdenDie Erzählweise erinnert mich etwas an „Lost“, denn man weiß nie wirklich alles über einen Charakter und manches taucht scheinbar aus dem Nichts auf. Es bleibt dadurch spannend, wirkt aber auch bisweilen willkürlich. Dass kein rechter Sympathieträger unter den Protagonisten zu finden ist (zumindest macht das anfangs den Anschein), ist spätestens seit „Game of Thrones“ ja Standard. Ein Standard, von dem ich persönlich aber nichts halte. Die Welt hat faszinierende kleine Details, die aber leider nur selten richtig erklärt werden. Und das Ende der Staffel lässt einen zwar mit Hunger auf mehr zurück, aber eben auch mit ein paar ganz großen Fragezeichen. Ich warte in jedem Fall gespannt auf Staffel zwei. Denn nach etwa der Mitte der ersten Staffel merkt man, dass sich eben doch jemand was bei den Charakteren, der Welt und der Geschichte gedacht hat. Ich will jetzt auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht. (Link)

Viele Grüße

featherandsword / Michael

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